Rückblick Wanderung Balzers – Triesen
Etwa 25 Personen folgten der Einladung der LGU zur Wanderung am 29. August 2010 von Balzers nach Triesen. Bei schönem Wetter startete die Gruppe um 10.10 Uhr bei der Post Balzers und wanderte via Feld- und Waldwege zum einzigen Hangmoor Liechtensteins. Auf dem Weg dahin wurden immer wieder Stopps bei ökologisch sehenswerten Stellen gemacht, wo die Teilnehmer Informationen dazu erhielten und selbst Fragen stellen konnten.
Gleich zu Beginn der Wanderung gab es vis à vis der Post zum Junkerriet und zum Burghügel Balzers einiges zu erzählen. Oliver Müller von der LGU erklärte den Teilnehmern, dass das Junkerriet früher ein Flachmoor war, später landwirtschaftlich genutzt und intensiviert wurde und heute wieder dem Lebensraum einer Feuchtfläche gerecht wird. Beim Burghügel wurde ebenfalls der historische Kontext erläutert und auf die überregionale Bedeutung dieses Inselberges für Pflanzen und Stechimmen hingewiesen. Anschliessend ging es weiter am „Runda Böchel“ vorbei zum dritten Fortläufer des Fläscher Berges zum „Rota Böchel“, wo Elias Kindle (diesjähriger Praktikant bei der LGU) den Leuten etwas zu der Entstehungsgeschichte dieser drei Hügel sowie zur Geologie erzählte. Via Fläscher Riet, wo ein kurzer Stopp zur Erläuterung der Funktion der Windschutzstreifen und Vogelsitzstangen eingelegt wurde, ging es weiter zum St. Katharinabrunnen. Dort gab es nach einer kurzen Einführung zum Gebiet eine erste Pause, bei welcher die Teilnehmer diesen Naturraum erkunden konnten und Zeit zur Verpflegung vorfanden. Wieder gestärkt machte sich die Gruppe auf den Weg zum Eggerswald und zum nördlich davon gelegenen Erika-Föhrenwald, wo Oliver kurz auf die wichtigen Funktionen von naturnahen Wäldern hinwies. Anschliessend ging es am Krüppelbuchenwald vorbei zum Gebiet Neugrütt-Entamoos. Hier erläuterte Elias wie dieser uralte Auenwald entstand, was für seltene Pflanzen und Tiere dort beheimatet sind und was getan werden muss um diesen Wald zu schützen und in dieser Form zu erhalten. Weiter ging es via Alte Landstrasse zum Gebiet „Säga“, wo die LGU diesen Frühling eine Wildbienenpension aufstellte. Zu dieser künstlichen Nisthilfe gab Oliver Auskunft bevor die zweite Pause eingelegt wurde. Nach der Verpflegung machte sich die Gruppe über den Waldweg und Vita Parcours Triesen auf den Weg zur letzten Station der Wanderung, dem Matilaberg. Dieses für Liechtenstein einzigartiges Gebiet beherbergt eine Vielzahl seltener Pflanzen wie zum Beispiel die beiden Orchideenarten Fliegen- und Hummelragwurz. Zudem befindet sich in diesem Naturjuwel auch die grösste für Liechtenstein nachgewiesene Population an Bergmölchen. Oliver erklärte den Teilnehmern, weshalb es wichtig wäre dieses einzigartige Gebiet unter Naturschutz zu stellen und bedankte sich für die das Interesse an dieser Wanderung mit Hinweisen zu Naturwerten.



