Stellungnahme zur Restwassersanierung Samina
Wasser wird in Liechtenstein seit Bau des Lawenakraftwerks 1927 für die Stromproduktion genutzt. Dies hat Vorteile, da Wasserkraft eine erneuerbare Energiequelle ist und bei ihrer Gewinnung kein CO2 ausgestossen wird. Nachteile sind aber dann vorhanden, wenn der Natur zu viel Wasser entzogen wird oder wenn durch ein rasches Wasserablassen Schwalleffekte entstehen.
In Liechtenstein wird an den Entnahmestellen immer noch das gesamte Wasser für die Stromproduktion verwendet. Dies geschieht vor allem im Winter, wenn Schnee fällt und deshalb Wasser knapp ist. Für die Samina soll sich die Situation jetzt ändern. Es ist jedoch umstritten, wie viel Restwasser dem Wildbach bleiben soll.
Auch in Zukunft will die LKW keine Restwasser-Verpflichtung, da dies die Stromproduktion deutlich reduziere. Die minimale gewässerökologische Verbesserung stehe in keinem Verhältnis zu den Kosten und dem höheren CO2-Ausstoss. Der Fischereiverein Liechtenstein FVL, die Liechtensteinische Gesellschaft für Umweltschutz LGU und die Botanisch-Zoologische Gesellschaft BZG bestehen auf einer Restwassermenge, die nach Schweizer Regeln berechnet wird. Den Tieren und Pflanzen soll genug Wasser zum Leben bleiben.
Beide Stellungnahmen der LGU zur Restwasserfrage finden Sie hier:



